Zernatto, Guido, * 21. 6. 1903, Treffen (Kä.), † 8. 2. 1943 New York (USA), Schriftsteller und Politiker (VF); Onkel von Christof Zernatto. 1929 Sekr. der Bundesführung des Heimatschutzes, 1930/31 des Heimatblocks, 1934 Bundeskulturrat, ab Mai 1936 Staatssekr. im Bundeskanzleramt und Gen.-Sekr. der Vaterländ. Front, ab Febr. 1938 BMin. ohne Portefeuille. Führte 1936-38 Verhandlungen mit den Nat.-Soz. 1938 Flucht nach Frankreich, 1940 in die USA. 1941 Ass.-Prof. f. Polit. Wiss. an der Fordham University. Autor von Lyrik und Romanen.
Elli Riehl, die am 19. Dezember 1902 in Villach geboren wurde, war schon als Kind sehr mit der Natur verbunden und liebte es, mit ihrem Hund lange, einsame Spaziergänge zu unternehmen. Auch später blieb in ihrem Herzen die Erinnerung an die glückliche Kindheit bestehen und um diesen Gefühlen Ausdruck zu verleihen, begann Elli Riehl, 28 jährig, in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit mit der Arbeit an Puppen. Nach dem Tod ihres Mannes, mit dem sie nur kurze Zeit zusammen gewesen war, hielt sie nichts mehr in Villach und sie zog zu einer befreundeten Bäuerin nach Buchholz ins Gegendtal. So wurde ihr Wunschtraum vom"Häuschen hoch oben in den Bergen" Wirklichkeit. Dort kam Elli Riehl mit dem harten Leben der Bergbauern in Berührung und lernte diese zu verstehen und zu lieben. Besonders die Bergbauernkinder ihrer Umgebung hatte sie bald ins Herz geschlossen, was sicher dazu beitrug, dass viele wundervolle Kinderfiguren entstanden. Im Jahre 1950 übersiedelte Frau Riehl mit Dr. Kraus nach Winklern zur Familie Thomas Berger, wo sie die nächsten 27 Jahre ihres Lebens verbrachte.Mit Dr. Kraus, der sie bis an sein Lebensende begleitete, unternahm sie viele gemeinsame Wanderungen, bei denen er seiner um etliche Jahre jüngeren Begleiterin ganz Kärnten zeigte. Bei diesen Spaziergängen versanken beide in lange Gespräche über Geschichte, Kunst oder Religion und für Elli Riehl tat sich eine neue Welt auf
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Nun begann die "Puppenmacherin" auch ihre Mitmenschen zu porträtieren und diese ersten unverkenbaren Figuren blieben sogar einige der schönsten. Erst jetzt wurde die Arbeit an den Puppen zum Lebenswerk Elli Riehls. Im Laufe dieser Jahre wurden ihre Puppen "ihre Kinder", wie sie sie nannte, begehrte Sammelobjekte. Sie saß stundenlang, im Winter vor ihrem Kachelofen und im Sommer in der würzigen Luft auf dem Balkon, in ihre Arbeit versunken und immer neue Vorstellungen von Puppenfiguren trieben sie zu unermüdlichem Werken. B ald nach dem Tod von Dr. Kraus entschloss sich Elli Riehl im Jahre 1973, ihre Puppen allen interessierten Menschen zu zeigen und richtete daher in ihrer Wohnung ein kleines Puppenmuseum ein, welches sie später der Gemeinde Treffen schenkte. In dieser Zeit arbeitete sie Tag und Nacht und noch einmal auf ihr Leben zurückblickend, war sie glücklich und zufrieden, ihr Talent genützt und so vielen Menschen Freude bereitet zu haben. Elli Riehl starb am 8. September 1977.Mehr denn je wird das Elli Riehl Museum heute "Elli Riehls Puppenwelt" in Treffen sowohl von jungen als auch von älteren Menschen besucht und die Lebensfreude, die Elli Riehl in ihre Puppen einarbeitete, überträgt sich auf jeden, der die Figuren betrachet. Man sollte es wirklich nicht versäumen, das Lebenswerk dieser ungewöhnlichen Frau, die trotz vieler harter Zeiten immer fröhlich war, anzusehen. In der ehemaligen Wohn und Arbeitsstätte Elli Riehls bei der Familie Berger in Winklem bei Treffen sind heute ca. 650 ihrer schönsten Puppen zu bewundern.
1962 geboren in Kalwang
1989 -1985 Akademie der Bildenden Künste, Wien
1985 Diplom bei Joannis Avrimides
leitet seit 1989 das Internationale Bildhauersymposion Krastal in Kärnten
lebt und arbeitet in Wien, Kalwang und im Krastal
Über die Darstellung komme ich zur Körperlichkeit und über die Körperlichkeit zur Einfühlung und damit zur Aussage.
Die Skuptur "Purzeln" werde ich von Zeit zu Zeit in fünf verschiedene Positionen drehen, sodaß sich die Ansicht, der Ausdruck und die Aussage jeweils ändert.
Otto Eder wurde 1924 in Seeboden/Millstättersee geboren.
1941 besucht er die Klasse für Bildhauerei an der Kunstgewerbeschule in Villach. 1945 arbeitet er in der Kirchenbildhauerwerkstatt Neuböck/Graz. 1946-48 Studium der Bild- hauerei bei Walter Ritter/Graz. Es entstehen erste Holzskulpturen, 1949-51 Studium bei Fritz Wotruba. Schon bei seinem ersten Torso habe er, Otto Eder , nach einer Form, einem System gesucht, das der Klassik zugrunde liegt. Ab Mitte der 60er Jahre arbeitet Eder regelmäßig im Steinbruch im Krastal (Eder ist Gründer des Vereins Begegnung in Kärnten - Werkstätte Krastal). 1982 Freitod.
Peter Baum: "Eder ist ein Bildhauer der Stille, des genauen Abwägens von Formen... Seine "Liegenden" und "Stehenden" sind in ihrer abstrakten Tendenz Zeugnisse ge- glückten Bemühens, frauliche Symbole zu schaffen, die Vitalität und Kraft besitzen, andererseits aber auch eine geistige Haltung bekunden, die in ihrer Schlichtheit glaub- würdig ist." Mehr als nur Skizzen zu Eders Plastiken sindseine Darstellungen auf dem Karton von Zigarettenpackungen. Diese Zeichnungen erläutern laut Otto Breicha Eders plastisches Werk wie nichts sonst.
1941—1998
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Anfragen: MMag. Michael Sommer c/o Gheneff – Rami – Sommer Rechtsanwälte KEG, Völkermarkter Ring 1 9020 Klagenfurt 0463 / 50 29 40 |
Gründungsmitglied der Künstlervereinigung Kärnten, Mitglied der Berufsvereinigung bildender Künstler Österreichs, Mitglied des Kulturforums Mödling, Preisträger des österreichischen Graphikwettbewerbes Innsbruck 1988.
1941 in Rosenbach geboren, absolvierte Volks-, Hauptschule und Handelsakademie in Villach. Zwei Jahre in der ÖBB mit Fahrdienstleiterausbildung waren der nächste Abschnitt seines Lebens. Von der Bundesbahn wechselte er in die Verwaltung des Landeskrankenhauses Villach.
Neben seiner beruflichen Tätigkeit als Leiter der Rechnungsabteilung hat er an Holz, Papier und Stein seine phantasievolle Handschrift unverkennbar hinterlassen. Ob er aus dem Gailfluss angeschwemmte Baumwurzeln zu eindrucksvollen Objekten werden ließ, - ob er an langen Winterabenden in seinem Atelier auf Papier durch dicht aneinander gereihte Tuschefederstriche Gedanken seines phantastischen Realismus — oder ob er im Krastaler Steinbruch an Metaphern erinnernde Objekte entstehen ließ- seine einzigartige Phantasie konnte er in jeder Sparte umsetzen. Er wusste dadurch Bewunderer zum Nachdenken zu zwingen und Kritiker zu begeistern. Ausstellungen, die den Künstler durch ganz Europa führten, ließen Interessierte an seinem Schaffen teilhaben.
Ausstellungen
Unter anderem: 1976: Nationaltheater Luxemburg, Stadttheater Esch in Luxemburg. 1977: Schloss Charlottenburg in Kopenhagen, Sparkasse Ratzenburg in der BRD, österreichisches Generalkonsulat in München, San Maria di Feletto in Italien, Kongresshaus Villach. 1978: Universität Klagenfurt, Kongresshaus Villach. 1979: Warmbad—Villach, Stadthaus Klagenfurt, Kongresshaus Villach, Ausstellungstournee Polen: Bialystok, Krakau, Torun, Olsztyn, Opole, Warschau. 1980: Sparkasse Velden, Kongresshaus Villach. 1981: Kongresshaus Villach, Sparkasse Velden, Kongresshaus Ciermont-Ferrand in Frankreich. 1982: Warmbad-Villach. 1983: Kirche St. Peter a.d. Speer, Wiener Neustadt, Kongresshaus Villach, Kunstarena Finkenstein, Kongresshaus Seeboden, Schloss Porcia, Spittal/Drau, Stadttheater Klagenfurt. 1984: Kongresshaus Villach, Traklhaus, Salzburg, Schloss Porcia in Spittal/Drau. 1985: Kongresshaus Villach, Stadthaus Klagenfurt, Stadtmuseum Mödling. 1986: Rathaus Schöneberg in Berlin, Galerie an der Stadtmauer in Villach, Kulturhaus Ledenitzen. 1987: Österreichisches Kulturinstitut in Paris. 1988: Preisträger des 21. Graphikwettbewerbes Innsbruck. 1989: BV-Galerie in Klagenfurt, Schloss Porcia in Spittal. 1990: Haus Neuwirtl in Treffen. 1992: Bang&Olufsen Center in Wien, Heimat-Bürogebäude in Villach, Kötschach-Mauthen. 1994: BKS in Villach, Projekt Landesarchiv. 1995: Schloss Öhringen. 1998: Cafe del‘ Arte in Villach
Ankäufe
Kärntner Landesregierung, Bundesministerium für Unterricht u. Kunst, Land Kärnten, Stadtgemeinde Villach, ua.
Pressestimmen
Rudolf Sommer, ein Universaltalent, lässt besonders schön gearbeitete Skulpturen in Gummerner Marmor sprechen. Auch ordnet er seine Strichtechnik gleich der pointillistischen an. Eine Seltenheit. (Elise Roland, Süd-Öst-Tagespost vom 30. 9. 1982)
Aber das Beste sind die von ihm aus Gummerner Marmor gefertigten drei Plastiken, die von so bestechender, ausgewogener Form sind, dass man der Versuchung widerstehen muss, sie nicht anzufassen. Jede einzelne dieser schneeweißen Plastiken fordert heraus und beruhigt gleichzeitig durch ihre gelungene Komposition. (EWO, Volkszeitung vom 21. 11. 1984)
Sein Atelier in Seespitz 10 bei Treffen zieren übervoll anmutende, marmorne Plastikskulpturen ... die Rede ist von Rudolf Sommer, Gründungsmitglied der „Künstiervereinigung Kärnten“ und Mitglied der „Berufsvereinigung Bildender Künstler Österreichs“. Als Bildhauer meißelt, feilt und poliert er speziell aus Gummerner Marmor schneeweiße, oft hauchdünne Gebilde — einer Blume oder einem Vogel ähnlich von seltener Schönheit und graziler Faszination. Das reiche künstlerische Schaffen Rudolf Sommers fand bei vielen nationalen und internationalen Ausstellungen Beachtung und Respekt. (Mag Dr. RupertAuernig, KTZ vom 15. 2. 1986)
Längst fällig war eine umfangreiche Personalausstellung des heimischen Kulturschaffenden Rudolf Sommer, eines Malers, Graphikers und Bildhauers, der nach eigenen Aussagen die „Darstellung frisierter und unfrisierter Gedanken“ zum Thema seiner Arbeiten gemacht hat (Ilse Spielvogel, Kleine Zeitung vom 27. 2. 1987)
Unsere Absolventen sind nicht nur in der Wirtschaft erfolgreich, sondern auch in der Kunst. Wir haben in der Februarausgabe 1987 Rudolf Sommer, einen weit über unsere Landesgrenzen hinaus bekannten Künstler vorgestellt. Es freut uns jetzt ganz besonders, unserem Absolventen zur Verleihung des Preises der Raiffeisenzentralkasse Tirol anlässlich des 21. österreichischen Grafikwettbewerbes 1988 in Innsbruck gratulieren zu dürfen. (Mag. Werner Stadtschreiber, Absolventenzeitschrift HAK Villach)
Die Absicht, Gegenwärtiges kritisch und mit Abstand darzustellen, ist auch in Sommers Marmorplastiken erkennbar. Allerdings vermutet man hier eher ein ästhetisches Spiel mit Licht und Farbe. (Ulrike Greiner, Krone vom 4. 2. 1989)
Rudolf Sommer, Jahrgang 1941, Autodidakt und talentierter unruhiger Maler-Geist, zeigt auch Marmorplastiken, die nicht nur exakt durchdachte Kompositionen darstellen, sondern Ästhetik besitzen, die durchaus imstande ist, positive Reaktionen hervorzurufen. (uhl, Landeszeitung vom 9. 2. 1989)
Der Oberkärntner Maler und Bildhauer Rudolf Sommer erweist Harry Jeschofnigs Kunsttempel die Ehre. In der Klagenfurter BV-Galerie sind akribische, immer wieder ironische Inhalte vermittelnde Federzeichnungen sowie Skulpturen zu sehen, die Sommer als ernstzunehmenden Plastiker ausweisen. (H.E., KTZ vom 8. 2. 1989)
Nicht auf Blättern, sonder in soliderem Material — Marmor vorzugsweise — schafft Sommer Skulpturen, die den Mann der Strichelchen vergessen lassen. Dass ein und derselbe Künstler die quasi chinesischen Kunstspiele kratzt und den Marmor der Ewigkeit bebaut, ist ungewöhnlich. Ein Besucher der Ausstellung hat gemeint, man wäre versucht, seine Hände auf diese kühlen Figuren zu legen und sie dort ruhen zu lassen. Der Mann hat, ohne es zu wissen, ein wesentliches Kriterium für die Beurteilung jeder Plastik geliefert. Dass Rudolf Sommer diesem Kriterium genügt, ist kein geringerer Vorzug dieser interessanten Persönlichkeit. Muss noch gesagt werden, wie in verschiedenen Ausstellungen im In- und Ausland der Name Sommer zunehmend zu einem Markenzeichen wird? Soll, vom „österreichischen Grafikwettbewerb Innsbruck“ im vergangenen Jahr berichtet werden, wo 728 Künstler 2018 Arbeiten einsandten und Sommer einen Preis gewann? Das ist eigentlich nicht notwendig, wenn man weiß, dass sich Qualität auch im verwirrenden Dschungel zeitgenössischer Kunstäußerungen noch immer durchsetzt. (Dr. Wolfgang Gaugihofer, Ausstellungsbericht im Landesstudio Kärnten vom 15. 4. 1989)
Von Holz über Tusche zu Stein. Mit vorstehendem Titel ist zumindest der Werdegang in der künstlerischen Entwicklung des heimischen „Allrounders“ Rudolf Sommer aus Seespitz dargelegt neben dem Begriff „einfach schön“ ergehen sich die vom Bildhauer hauptsächlich aus Krastaler Marmor sehr sensibel erarbeiteten und gestalteten Plastiken in zum Nachdenken anregender Symbolhaftigkeit, wozu sein mit „Fremdsteinen“ betriebenes Spiel mit Licht und Farbe nicht unwesentlich beiträgt (Dezember 1990)
Namhafte Künstler wie Gerhard Feuchter, Rudolf Sommer, Peter Raunig, Herbert Schwei, Bernd Meschik, M.H. Bodensdorfer und Wilhelm Pleschberger ließen erkennen, welch breites Spektrum postmoderner Kunst unser Land zu bieten hat. (P. Krawath, vom 21. 10. 1992)
Teilnahme Rudolf Sommers am Künstlerischer Wettbewerb zum Neubau des Kärntner Landesarchives neben Werner Hofmeister, Cornelius Kolig und Bernd Svetnik. (1994)
Krastaler Marmor: Kunst mit Weltruf .Heute kann man Rudolf Sommer kaum noch als Hobbykünstier bezeichnen. Seine Ausstellungen erstrecken sich von Österreich nach Luxemburg über Kopenhagen bis nach Berlin. Er hat sich zu einem international anerkannten Maler und Plastiker entwickelt. Seine Werke fanden bei Kritik und Publikum großen Anklang. (Silvia Filipot, Visite, Juli 1994)
Guido Zernatto der Jüngere
Als Staatssekretär und Minister, unter Bundeskanzler Dr. Karl Schuschnig, vertrat er seine politische Einstellung bis zur letzten Konsequenz, welche nach
„Glaub nicht, dass Gott auf dich vergaß.
Prof. Rudolf Kattnigg: geboren am 09.04. 1895. Er war der ältere der beiden Söhne des angesehenen Töbringer Arztes Dr. Rud. Kattnigg, welcher in seinem Hause in der Villa Paula oft Kammermusikabende veranstaltete, zu denen namhafte Musiker, Sänger und Literaten eingeladen wurden. Beide Söhne erhielten bereits in jungen Jahren Klavierunterricht. Der ältere der beiden Söhne, Rudolf, war bereits in der Schulzeit ein gern gehörter Pianist bei Soireen und anderen Gesellschaften.
Um von der Musik leben zu können nahm er ein Angebot der Universal Edition Wien an und schrieb innerhalb von zwei Jahren