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Künstler

Guido Zernatto

Zernatto, Guido, * 21. 6. 1903, Treffen (Kä.), † 8. 2. 1943 New York (USA), Schriftsteller und Politiker (VF); Onkel von Christof Zernatto. 1929 Sekr. der Bundesführung des Heimatschutzes, 1930/31 des Heimatblocks, 1934 Bundeskulturrat, ab Mai 1936 Staatssekr. im Bundeskanzleramt und Gen.-Sekr. der Vaterländ. Front, ab Febr. 1938 BMin. ohne Portefeuille. Führte 1936-38 Verhandlungen mit den Nat.-Soz. 1938 Flucht nach Frankreich, 1940 in die USA. 1941 Ass.-Prof. f. Polit. Wiss. an der Fordham University. Autor von Lyrik und Romanen.

Elli Riehl

Elli Riehl, die am 19. Dezember 1902 in Villach geboren wurde, war schon als Kind sehr mit der Natur verbunden und liebte es, mit ihrem Hund lange, einsame Spaziergänge zu unternehmen. Auch später blieb in ihrem Herzen die Erinnerung an die glückliche Kindheit bestehen und um diesen Gefühlen Ausdruck zu verleihen, begann Elli Riehl, 28 jährig, in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit mit der Arbeit an Puppen. Nach dem Tod ihres Mannes, mit dem sie nur kurze Zeit zusammen gewesen war, hielt sie nichts mehr in Villach und sie zog zu einer befreundeten Bäuerin nach Buchholz ins Gegendtal. So wurde ihr Wunschtraum vom"Häuschen hoch oben in den Bergen" Wirklichkeit. Dort kam Elli Riehl mit dem harten Leben der Bergbauern in Berührung und lernte diese zu verstehen und zu lieben. Besonders die Bergbauernkinder ihrer Umgebung hatte sie bald ins Herz geschlossen, was sicher dazu beitrug, dass viele wundervolle Kinderfiguren entstanden. Im Jahre 1950 übersiedelte Frau Riehl mit Dr. Kraus nach Winklern zur Familie Thomas Berger, wo sie die nächsten 27 Jahre ihres Lebens verbrachte.Mit Dr. Kraus, der sie bis an sein Lebensende begleitete, unternahm sie viele gemeinsame Wanderungen, bei denen er seiner um etliche Jahre jüngeren Begleiterin ganz Kärnten zeigte. Bei diesen Spaziergängen versanken beide in lange Gespräche über Geschichte, Kunst oder Religion und für Elli Riehl tat sich eine neue Welt auf
.

Nun begann die "Puppenmacherin" auch ihre Mitmenschen zu porträtieren und diese ersten unverkenbaren Figuren blieben sogar einige der schönsten. Erst jetzt wurde die Arbeit an den Puppen zum Lebenswerk Elli Riehls. Im Laufe dieser Jahre wurden ihre Puppen "ihre Kinder", wie sie sie nannte, begehrte Sammelobjekte. Sie saß stundenlang, im Winter vor ihrem Kachelofen und im Sommer in der würzigen Luft auf dem Balkon, in ihre Arbeit versunken und immer neue Vorstellungen von Puppenfiguren trieben sie zu unermüdlichem Werken. B ald nach dem Tod von Dr. Kraus entschloss sich Elli Riehl im Jahre 1973, ihre Puppen allen interessierten Menschen zu zeigen und richtete daher in ihrer Wohnung ein kleines Puppenmuseum ein, welches sie später der Gemeinde Treffen schenkte. In dieser Zeit arbeitete sie Tag und Nacht und noch einmal auf ihr Leben zurückblickend, war sie glücklich und zufrieden, ihr Talent genützt und so vielen Menschen Freude bereitet zu haben. Elli Riehl starb am 8. September 1977.Mehr denn je wird das Elli Riehl Museum heute "Elli Riehls Puppenwelt" in Treffen sowohl von jungen als auch von älteren Menschen besucht und die Lebensfreude, die Elli Riehl in ihre Puppen einarbeitete, überträgt sich auf jeden, der die Figuren betrachet. Man sollte es wirklich nicht versäumen, das Lebenswerk dieser ungewöhnlichen Frau, die trotz vieler harter Zeiten immer fröhlich war, anzusehen. In der ehemaligen Wohn und Arbeitsstätte Elli Riehls bei der Familie Berger in Winklem bei Treffen sind heute ca. 650 ihrer schönsten Puppen zu bewundern.

www.elli-riehl-puppenwelt.at

Mag. Helmut Machhammer

1962 geboren in Kalwang
1989 -1985 Akademie der Bildenden Künste, Wien
1985 Diplom bei Joannis Avrimides
leitet seit 1989 das Internationale Bildhauersymposion Krastal in Kärnten
lebt und arbeitet in Wien, Kalwang und im Krastal


Über die Darstellung komme ich zur Körperlichkeit und über die Körperlichkeit zur Einfühlung und damit zur Aussage.
Die Skuptur "Purzeln" werde ich von Zeit zu Zeit in fünf verschiedene Positionen drehen, sodaß sich die Ansicht, der Ausdruck und die Aussage jeweils ändert.

Otto Eder

Otto Eder wurde 1924 in Seeboden/Millstättersee geboren.
1941 besucht er die Klasse für Bildhauerei an der Kunstgewerbeschule in Villach. 1945 arbeitet er in der Kirchenbildhauerwerkstatt Neuböck/Graz. 1946-48 Studium der Bild- hauerei bei Walter Ritter/Graz. Es entstehen erste Holzskulpturen, 1949-51 Studium bei Fritz Wotruba. Schon bei seinem ersten Torso habe er, Otto Eder , nach einer Form, einem System gesucht, das der Klassik zugrunde liegt. Ab Mitte der 60er Jahre arbeitet Eder regelmäßig im Steinbruch im Krastal (Eder ist Gründer des Vereins Begegnung in Kärnten - Werkstätte Krastal). 1982 Freitod.

Peter Baum: "Eder ist ein Bildhauer der Stille, des genauen Abwägens von Formen... Seine "Liegenden" und "Stehenden" sind in ihrer abstrakten Tendenz Zeugnisse ge- glückten Bemühens, frauliche Symbole zu schaffen, die Vitalität und Kraft besitzen, andererseits aber auch eine geistige Haltung bekunden, die in ihrer Schlichtheit glaub- würdig ist." Mehr als nur Skizzen zu Eders Plastiken sindseine Darstellungen auf dem Karton von Zigarettenpackungen. Diese Zeichnungen erläutern laut Otto Breicha Eders plastisches Werk wie nichts sonst.

Rudolf Sommer

1941—1998

Anfragen:

MMag. Michael Sommer

c/o Gheneff – Rami – Sommer

Rechtsanwälte KEG,

Völkermarkter Ring 1

9020 Klagenfurt

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0463 / 50 29 40

 

Gründungsmitglied der Künstlervereinigung Kärnten, Mitglied der Berufsvereinigung bildender Künstler Österreichs, Mitglied des Kulturforums Mödling, Preisträger des österreichischen Graphikwettbewerbes Innsbruck 1988.

1941 in Rosenbach geboren, absolvierte Volks-, Hauptschule und Handelsakademie in Villach. Zwei Jahre in der ÖBB mit Fahrdienstleiterausbildung waren der nächste Abschnitt seines Lebens. Von der Bundesbahn wechselte er in die Verwaltung des Landeskrankenhauses Villach.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit als Leiter der Rechnungsabteilung hat er an Holz, Papier und Stein seine phantasievolle Handschrift unverkennbar hinterlassen. Ob er aus dem Gailfluss angeschwemmte Baumwurzeln zu eindrucksvollen Objekten werden ließ, - ob er an langen Winterabenden in seinem Atelier auf Papier durch dicht aneinander gereihte Tuschefederstriche Gedanken seines phantastischen Realismus — oder ob er im Krastaler Steinbruch an Metaphern erinnernde Objekte entstehen ließ- seine einzigartige Phantasie konnte er in jeder Sparte umsetzen. Er wusste dadurch Bewunderer zum Nachdenken zu zwingen und Kritiker zu begeistern. Ausstellungen, die den Künstler durch ganz Europa führten, ließen Interessierte an seinem Schaffen teilhaben.

Ausstellungen


Unter anderem: 1976: Nationaltheater Luxemburg, Stadttheater Esch in Luxemburg. 1977: Schloss Charlottenburg in Kopenhagen, Sparkasse Ratzenburg in der BRD, österreich­isches Generalkonsulat in München, San Maria di Feletto in Italien, Kongresshaus Villach. 1978: Universität Klagenfurt, Kongresshaus Villach. 1979: Warmbad—Villach, Stadthaus Klagenfurt, Kongresshaus Villach, Ausstellungstournee Polen: Bialystok, Krakau, Torun, Olsztyn, Opole, Warschau. 1980: Sparkasse Velden, Kongresshaus Villach. 1981: Kongresshaus Villach, Sparkasse Velden, Kongresshaus Ciermont-Ferrand in Frankreich. 1982: Warmbad-Villach. 1983: Kirche St. Peter a.d. Speer, Wiener Neustadt, Kongresshaus Villach, Kunstarena Finkenstein, Kongresshaus Seeboden, Schloss Porcia, Spittal/Drau, Stadttheater Klagenfurt. 1984: Kongresshaus Villach, Traklhaus, Salzburg, Schloss Porcia in Spittal/Drau. 1985: Kongresshaus Villach, Stadthaus Klagenfurt, Stadtmuseum Mödling. 1986: Rathaus Schöneberg in Berlin, Galerie an der Stadtmauer in Villach, Kulturhaus Ledenitzen. 1987: Österreichisches Kulturinstitut in Paris. 1988: Preisträger des 21. Graphikwettbewerbes Innsbruck. 1989: BV-Galerie in Klagenfurt, Schloss Porcia in Spittal. 1990: Haus Neuwirtl in Treffen. 1992: Bang&Olufsen Center in Wien, Heimat-Bürogebäude in Villach, Kötschach-Mauthen. 1994: BKS in Villach, Projekt Landesarchiv. 1995: Schloss Öhringen. 1998: Cafe del‘ Arte in Villach

Ankäufe

Kärntner Landesregierung, Bundesministerium für Unterricht u. Kunst, Land Kärnten, Stadtgemeinde Villach, ua.

Pressestimmen

Rudolf Sommer, ein Universaltalent, lässt besonders schön gearbeitete Skulpturen in Gummerner Marmor sprechen. Auch ordnet er seine Strichtechnik gleich der pointillistischen an. Eine Seltenheit. (Elise Roland, Süd-Öst-Tagespost vom 30. 9. 1982)

Aber das Beste sind die von ihm aus Gummerner Marmor gefertigten drei Plastiken, die von so bestechender, ausgewogener Form sind, dass man der Versuchung widerstehen muss, sie nicht anzufassen. Jede einzelne dieser schneeweißen Plastiken fordert heraus und beruhigt gleichzeitig durch ihre gelungene Komposition. (EWO, Volkszeitung vom 21. 11. 1984)

Sein Atelier in Seespitz 10 bei Treffen zieren übervoll anmutende, marmorne Plastikskulpturen ... die Rede ist von Rudolf Sommer, Gründungsmitglied der „Künstiervereinigung Kärnten“ und Mitglied der „Berufsvereinigung Bildender Künstler Österreichs“. Als Bildhauer meißelt, feilt und poliert er speziell aus Gummerner Marmor schneeweiße, oft hauchdünne Gebilde — einer Blume oder einem Vogel ähnlich von seltener Schönheit und graziler Faszination. Das reiche künstlerische Schaffen Rudolf Sommers fand bei vielen nationalen und internationalen Ausstellungen Beachtung und Respekt. (Mag Dr. RupertAuernig, KTZ vom 15. 2. 1986)

Längst fällig war eine umfangreiche Personalausstellung des heimischen Kulturschaffenden Rudolf Sommer, eines Malers, Graphikers und Bildhauers, der nach eigenen Aussagen die „Darstellung frisierter und unfrisierter Gedanken“ zum Thema seiner Arbeiten gemacht hat (Ilse Spielvogel, Kleine Zeitung vom 27. 2. 1987)

Unsere Absolventen sind nicht nur in der Wirtschaft erfolgreich, sondern auch in der Kunst. Wir haben in der Februarausgabe 1987 Rudolf Sommer, einen weit über unsere Landesgrenzen hinaus bekannten Künstler vorgestellt. Es freut uns jetzt ganz besonders, unserem Absolventen zur Verleihung des Preises der Raiffeisenzentralkasse Tirol anlässlich des 21. österreichischen Grafikwettbewerbes 1988 in Innsbruck gratulieren zu dürfen. (Mag. Werner Stadtschreiber, Absolventenzeitschrift HAK Villach)

Die Absicht, Gegenwärtiges kritisch und mit Abstand darzustellen, ist auch in Sommers Marmorplastiken erkennbar. Allerdings vermutet man hier eher ein ästhetisches Spiel mit Licht und Farbe. (Ulrike Greiner, Krone vom 4. 2. 1989)

Rudolf Sommer, Jahrgang 1941, Autodidakt und talentierter unruhiger Maler-Geist, zeigt auch Marmorplastiken, die nicht nur exakt durchdachte Kompositionen darstellen, sondern Ästhetik besitzen, die durchaus imstande ist, positive Reaktionen hervorzurufen. (uhl, Landeszeitung vom 9. 2. 1989)

Der Oberkärntner Maler und Bildhauer Rudolf Sommer erweist Harry Jeschofnigs Kunsttempel die Ehre. In der Klagenfurter BV-Galerie sind akribische, immer wieder ironische Inhalte vermittelnde Federzeichnungen sowie Skulpturen zu sehen, die Sommer als ernstzunehmenden Plastiker ausweisen. (H.E., KTZ vom 8. 2. 1989)

Nicht auf Blättern, sonder in soliderem Material — Marmor vorzugsweise — schafft Sommer Skulpturen, die den Mann der Strichelchen vergessen lassen. Dass ein und derselbe Künstler die quasi chinesischen Kunstspiele kratzt und den Marmor der Ewigkeit bebaut, ist ungewöhnlich. Ein Besucher der Ausstellung hat gemeint, man wäre versucht, seine Hände auf diese kühlen Figuren zu legen und sie dort ruhen zu lassen. Der Mann hat, ohne es zu wissen, ein wesentliches Kriterium für die Beurteilung jeder Plastik geliefert. Dass Rudolf Sommer diesem Kriterium genügt, ist kein geringerer Vorzug dieser interessanten Persönlichkeit. Muss noch gesagt werden, wie in verschiedenen Ausstellungen im In- und Ausland der Name Sommer zunehmend zu einem Markenzeichen wird? Soll, vom „österreichischen Grafikwettbewerb Innsbruck“ im vergangenen Jahr berichtet werden, wo 728 Künstler 2018 Arbeiten einsandten und Sommer einen Preis gewann? Das ist eigentlich nicht notwendig, wenn man weiß, dass sich Qualität auch im verwirrenden Dschungel zeitgenössischer Kunstäußerungen noch immer durchsetzt. (Dr. Wolfgang Gaugihofer, Ausstellungsbericht im Landesstudio Kärnten vom 15. 4. 1989)

Von Holz über Tusche zu Stein. Mit vorstehendem Titel ist zumindest der Werdegang in der künstlerischen Entwicklung des heimischen „Allrounders“ Rudolf Sommer aus Seespitz dargelegt neben dem Begriff „einfach schön“ ergehen sich die vom Bildhauer hauptsächlich aus Krastaler Marmor sehr sensibel erarbeiteten und gestalteten Plastiken in zum Nachdenken anregender Symbolhaftigkeit, wozu sein mit „Fremdsteinen“ betriebenes Spiel mit Licht und Farbe nicht unwesentlich beiträgt (Dezember 1990)

Namhafte Künstler wie Gerhard Feuchter, Rudolf Sommer, Peter Raunig, Herbert Schwei, Bernd Meschik, M.H. Bodensdorfer und Wilhelm Pleschberger ließen erkennen, welch breites Spektrum postmoderner Kunst unser Land zu bieten hat. (P. Krawath, vom 21. 10. 1992)

Teilnahme Rudolf Sommers am Künstlerischer Wettbewerb zum Neubau des Kärntner Landes­archives neben Werner Hofmeister, Cornelius Kolig und Bernd Svetnik. (1994)

Krastaler Marmor: Kunst mit Weltruf .Heute kann man Rudolf Sommer kaum noch als Hobbykünstier bezeichnen. Seine Ausstellungen erstrecken sich von Österreich nach Luxemburg über Kopenhagen bis nach Berlin. Er hat sich zu einem international anerkannten Maler und Plastiker entwickelt. Seine Werke fanden bei Kritik und Publikum großen Anklang. (Silvia Filipot, Visite, Juli 1994)

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weitere Infos über Treffner KünstlerInnen

Guido Zernatto der Jüngere

Ein Treffner Lyriker und Politiker,
geboren am 21.07.1903 in Treffen verstarb
am 08.02.1943 in New York.
Nach Vollendung seiner Schulzeit, wurde er freiwilliger Kärntner Abwehrkämpfer, und ab 1925 Herausgeber der „Kärntner Monatshefte“ und 1934 Vizepräsident des Österreichischen Bundesverlages. Von 1929 bis 1931 Generalsekretär des „Österreichischen Heimatschutzes“ und am 13.05.1936 der „Vaterländischen Front“. 

Als Staatssekretär und Minister, unter Bundeskanzler Dr. Karl Schuschnig, vertrat er seine politische Einstellung bis zur letzten Konsequenz, welche nach

Verfolgung und Flucht am 11.03.1938 über Paris, Lissabon bis New York führte, wo er am 10.11.1940 eintraf und die mit seinem Tod 1943 in der Emigration endete.
Das Jahr 1930 bescherte ihm nicht nur eine schwere Nierenerkrankung sondern auch den, unter 550 Bewerbern errungenen, Lyrikpreis der „Kolonne“ in Dresden. Mit den Bänden „Gelobt sei alle Kreatur“ und „ Die Sonnenuhr“ eroberte er sich den gesamten deutschen Sprachraum.
Seine Ausdrucksmittel sind, bei unkompliziertem Versmass, Hochsprache und Mundart. Seine Themen, ländliche Alltäglichkeiten in gläubiger, melancholischer, österreichischer Resignation, mit echter romantischer Wertung, wie sich Prof. Joh. Pettauer im Kärntner Volksblatt Nr. 36 äußerte.
Nun zwei kurze Gedichte von ihm, welche den Seelenzustand Zernatto´s in seinen Jahren in New York treffend darstellen.

„Glaub nicht, dass Gott auf dich vergaß.

Du bist der letzte Knecht von Gottes Knechten.
Und was bei dir ein Maß ist, ist bei Gott kein Maß.
Vermiss dich nicht, mit Ihm, dem Herrn, zu rechten“.
 
Und:
 
Dieser Wind der fremden Kontinente bläst mir noch die Seele aus dem Leib.
Nicht das Eis lähmt mir das Frostgewohnte und die Schwüle nicht das lang entthronte Herz,
das leer ist wie ein ausgeweintes Weib.
 
Dieser Wind der fremden Kontinente hat den Atem einer andern Zeit.
Andre Menschen, einer andern Welt geboren, mag´s erfrischen.
Ich bin hier verloren wie ein Waldtier, das in Winternächten schreit.
                                                                   
                                                                    Zusammengefasst von
                                                                                          K. Kalin 2007

 

Prof. Rudolf Kattnigg:  geboren am 09.04. 1895. Er war der ältere der beiden Söhne des angesehenen Töbringer Arztes Dr. Rud. Kattnigg, welcher in seinem Hause in der Villa Paula oft Kammermusikabende veranstaltete, zu denen namhafte Musiker, Sänger und Literaten eingeladen wurden. Beide Söhne erhielten bereits in jungen Jahren Klavierunterricht. Der ältere der beiden Söhne, Rudolf, war bereits in der Schulzeit ein gern gehörter Pianist bei Soireen und anderen Gesellschaften.

      Ein kurzer Lebenslauf: nach der Volksschule besuchte er das humanistische Gymnasium in Villach. Hier versuchte er sich bereits mit Kompositionen. Ab Herbst 1914 inskribierte er an der jur. Fakultät in Graz. 1915 Einberufung zum Militär bis Kriegsende. Nach Graz zurückgekehrt wurde er wegen seines guten Klavierspieles zum Musikstudium nach Wien überredet. Nach vier arbeitsintensiven Jahren Abschluss der Dirigenten, Kompositions - und Opernschule an der Musikakademie in Wien. Er heiratete im Dezember 1924 die Brünner Gesangsstudentin Trude Kollinek.
            Grosse Erfolge erzielte er mit den Aufführungen eigener Werke mit den Wiener Symphonikern im Grossen Musikvereinssaal unter dem Dirigenten Leopold Reichwein. Es folgten weitere Uraufführungen in Innsbruck mit den Berliner Philharmonikern.

Um von der Musik leben zu können nahm er ein Angebot der Universal Edition Wien an und schrieb innerhalb von zwei Jahren

(1937 – 39) vier Opern. Den „Prinz von Thule; Kaiserin Katharina; Balkanliebe“ und die „Mädels vom Rhein“.
   Die Hauptrollen sang seine Gattin Trude. Mit dem Lied „Leise erklingen Glocken vom Campanile“ hat er wohl sein bekanntestes geschrieben. Doch schrieb er auch ernste Musik, welche leider zu selten zur Aufführung gelangt. So das „Vater unser“ , aufgeführt mit großem Orchester 1999 in der Kirche in Treffen mit der Blaskapelle Arriach und dem gem. Chor Gegendtal, auch die „Bilder aus Südkärnten, die „Slowenische Tänze“, der „ Thermenwalzer“ und der Festhymnus zur Wiedereröffnung des Villacher Hauptbahnhofes 1948 stammen aus seiner Feder.
     In seinen letzten Lebensjahren zog es ihn immer öfter nach Treffen - Niederdorf zurück, wo er am 02.09.1955 an Kehlkopfkrebs verstarb.
            Seine Gedenktafel befindet sich an der Südwand der Pfarrkirche in Treffen neben der „Sonnenuhr“ von Guido Zernatto dem Jüngeren.
 Zusammengefasst von   K. Kalin     2007
Georg Mayr
    Fürstbischof von Gurk
 
 Georg Mayr wurde am 11.07. 1768 in Treffen als Sohn eines nicht unbemittelten Gastwirtes                                                                                        
   (Unterwirt) geboren. Seine Eltern waren Ursula
(1744 – 1798) und Simon Mayr (1737 – 1820)
Außer dem  Gasthof nannten sie auch die „Schauerhube“ ihr Eigen.
    Nach Absolvierung der Volkschule in Treffen
     besuchte er das Gymnasium in Klagenfurt wo er                                
     bei Bürgern der Stadt als Kostgänger wohnte. Er
     fiel durch seinen Wissensdrang und Ehrgeiz auf.
     Seine Mitschüler verpassten ihm den Namen „ der
 schöne Mayr“, oder „ unser Mayr, der Gelehrte“! 
Als Hörer der Philosophie und guter
     Mathematiker nahm er  teil an der damals
     im oberen Drautal stattfindenden Landvermessung
     Nach seinem Studium der Theologie am Grazer –
     Generalseminar bei dem er durch seine 
     Geschicklichkeit und Rednergabe auffiel und von
 seinen Mitschülern und Vorgesetzten sehr
     geschätzt wurde,  hatte er mit 22 Jahren sein
    gewünschtes Ziel reicht und wurde am 22.08.1790        
    vom damaligen Fürstbischof von Gurk,
    Franz Xaver Graf Salm –  Reifferscheidt,                     
    zum Priester geweiht.
Am 01.09.1790 trat er als Kaplan seinen Dienst                  in Malborgeth an.  1793 wurde er als Kaplan in  die  Sirnitz gerufen.
       Von 1796 bis 1809 war er Pfarrer in Malborgeth  und musste die schweren Schlachten (17.05.1809)
     zwischen Franzosen und Österreichern miterleben.   Danach war er bis zu seiner Bestellung zum
     Dechant von St. Veit a/d.  Glan am 23.06.1810 im          
  Kärntner Unterland tätig.
       Auf Grund seines Einsatzes in der Hungerzeit,             er ließ „ türkischen Weizen“ rationell anbauen,   betraute ihn Kaiser Ferdinand I. am 28.11.1818
      mit dem  Regierungsamt eines Gubernialrates,
 
einem hohen Beamten in Verwaltung und  Wirtschaft in Laibach, welches er am 15.01.1819 antrat und bis Ende März 1828 ausfüllte.
 Ende März 1828 erfolgte seine Ernennung zum    
 Fürstbischof von Gurk.  
 Er übernahm ein schweres Erbe, denn sein    Vorgänger,  Fürstbischof Jakob II. Pelegrin Paulitsch, war bereits ein alter Mann und leitete die  Diözese nur 3 Jahre. 
   So galt sein Kampf der hohen Schuldenlast und
 dem Wiederaufbau der verwahrlosten Gebäude, sowie der  Restauration des Bistums.  Sein Scharm, Scharfsinn und seine                                      Geschäftskenntnisse befähigten ihn, sich in höheren   Kreisen mit Takt und  Leichtigkeit zu bewegen.  
   Trotz seiner Strenge in der Beobachtung kirchlicher  Vorschriften wurden Klugheit und Anstand von ich stets berücksichtigt. Seine Toleranz und  vorsichtige Beurteilung und seine  
 Behandlung  fremder Verhältnisse waren sein
 oberstes Gebot.  
    Im Jahre 1820 ließ er seinen Eltern zu Ehre und Gedächtnis einen schönen Gedenkstein in der  Vorhalle der Pfarrkirche St. Maximilian, in der er  au auch getauft worden war, errichten.
Er selbst starb  am  22.03.1840  mit 72 Jahren und hinterließ große Trauer im ganzen  Kronland Kärnten. Seine letzte Ruhestätte fand er in der Fürstengruft zu Strassburg.
     Für Treffen war sein Erbe, die in seinem     
 Todesjahr mit Peter Graf Goess gegründete                           „ Trivialschule“, am unteren Caprivaplatz, dort   mussten mindestens drei Fächer gelehrt werden.            
                                                       Zusammengefasst 2007    K.   Kalin                    
              Aus Carinthia No.14 – 04.04. 1840
 
 
 Louise Boos – Zernatto
 
Bin i ban Gedanknschlichtn,
fang i an a krad zan Dichtn
Und was ausar kimb dabei,
 is anarlei,zwaialei und von alln was dabei.
 
Louise Zernatto wurde am 18.05.1930 in Klagenfurt geboren. Nach der Übersiedelung nach Treffen ins Elternhaus des Vaters Hans Zernatto, des Mitbegründers der Pomona Obstverwertung in St. Ruprecht bei Villach, verbrachte sie mit ihrem Bruder Elmar ihre Jugend und Schulzeit dort. Nach der Handelsschule bei den Ursulinen in Klagenfurt besuchte sie die Hotelfachschule in Salzburg. Um ihr Können zu vervollkommnen verbrachte sie Schulungsaufenthalte in der Schweiz, in London, Montreux und Mailand. In Österreich war sie ab 1952 im Hotel Exelsior in Velden am Wörthersee und anschließend 1954 in der Kurverwaltung in Badgastein tätig. Im Jahre 1958 heiratete sie den Grafen Franz Boos – Waldeck. Sie ließen sich 1970 in Niederösterreich, Südstadt, nieder und bekamen eine Tochter und zwei Söhne. 1986 erschien ihr erster Gedichtsband „ Reimlan seind keman“. Zeitlebens blieb sie ihrer Kärntner Heimat treu und dokumentierte dies durch ihre im Kärntner Heimatdialekt verfassten Gedichtsbände. So z.B. „ I hon nix ztuan und so vül ztan; Die Party; Das Telephonat; Reise nach Wien“ und andere. Leider verstarb sie allzu früh mit 75 Jahren am 19.01.2005 und wurde fern der geliebten Heimat auf dem Friedhof in Südstadt begraben.
 
Zusammengefasst
2010 von Karl Kalin
 
Regina Levkadia Ebner geb. Klembas
 
Geb. am 12.11.1930 in Treffen, Wohnhaft in Landskron.
Regina Levkodias Lyrik ist von einfacher Heiterkeit getragen und mutet in ihrer leichten Form wie eine Kinderzeichnung an. Sie schreibt aus der Erinnerung an ihre Kindheit, welche ein romantischer Schulweg durch die Schlossallee zur Waldschule in ihr an Eindrücken erweckte.
Nach abgeschlossener Hauptschule und der Kaufmannslehre im elterlichen Betrieb in Treffen heiratete sie 1953 und zog mit ihrem Mann Kurt Ebner nach Landskron.
 Nicht nur Mundart ist ihr vertraut, schrieb sie doch auch Texte in Hochsprache für Messen, welche von Walter Dick, „O, machet auf das Tor“ und Josef Inzko, „An alles, Herr hast du gedacht“ vertont, zum klingen gebracht wurden.
 
Wia is es nach an schwarn Tagwek guat,
Wann hetz awarme Stubn wartn tuat.
Und is dar Tisch gedeckt zur rechtn Zeit,
macht an es Hamkem jedes Mal a freid.
 
Die Kindar kicharnt, kutarnt ohne Grund,
die Hauptsach, se seind alle halbwegs gsund.
Die Muattar teilt noch ane Kekslan aus
Und auf an Knopfdruck kimp die Welt ins Haus.
 
Du siehgst das Scheane und du siehgst die Not,
und wia bedirbig um a Stickle Brot
a hungrigs Kind die Handlan virchnstreckt,
da könnt’s leicht sein, dass dir ka Keks mehr schmeckt.
 
 
 
Zusammengefasst
2010 von Karl Kalin
 Weitere Prominente Kurzfassung!
 
Georg Mayr: Wirtsohn (Unterwirt) geb.11.07.1768 in Treffen. 1796 Kath. Pfarrer in Malborgeth,  1818 von Kaiser Ferdinand I. zum  Gubernalrat in Laibach ernannt, 1828 Fürstbischof von Gurk,
Mitbegründer der ersten Trivialschule 1840 in Treffen, im gleichen Jahr verstorben.
Graf Theodor Karl Anton de La Tour en Voivre: Geb. 1845 in Mailand. Seit 1868 mit Elvine geb. Ritter von Zahony verheiratet, erwarb 1885 Gut und Schloss Treffen, er stirbt 1894 mit 49 Jahren kinderlos. Mit seinem Besitz und Erbe gründet Gräfin Elvine ihre spätere Stiftung de la Tour!
Stefan Kleinszig: Vom  Almhalter zum Holzindustrieellen und Hotelbesitzer. Geb. 1822 in Grahova (Dalmatien) seit ca. 1840 in Treffen als Almhalter beim Taboier in der Pölling, Köhler in Afritz, Holzknecht für die Bauern im Gegendtal, organisiert 1868 mit seinen Leuten Bahnschwellen und Bauholz für den Eisenbahnbau der Kronprinz–Rudolf-Bahn, liefert Holz über Triest bis nach Ägypten, kauft den Schneeweishof, von 1888-1920 Bürgermeister in Treffen, baut das erste Hotel am Ossiachersee, genannt Annenheim, welches namensgebend für Obersattendorf wurde! Stirbt 1896 in seinem Schloss Taggenbrunn!  
Guido Zernatto d.Ältere: 1879 in Treffen geboren, Priester, Religionsprofessor und Dichter, Verfasser der Stadtgeschichte von Spittal / Dr. , Dort 1952 verstorben und dort begraben.
Dr. Otto Zernatto: Geb. 1913 in Treffen, Dichter von „Marterln“ Erzähler von Jagdgeschichten und exzellenter   Beobachter der Tierwelt in Wald und Flur, verst. 1986 in Treffen.
Luise Boos-Zernatto: Geb. 1930 in Klagenfurt, mit dem Gegendtal sehr stark verbundene Mundartdichterin und Erzählerin,verst.2005 in Neustadt bei Wien.
Regina Levkadia Ebner geb. Klembas: Geb. 1930 in Treffen, Lyrikerin und Verfasserin von Messtexten, welche von Walter Dick und Josef Inzko vertont wurden.